Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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einen neuen koſtbaren, ja unermeſſenen Zuwachs ſei⸗ nes Reiches erhalten, und die Bai aller Heiligen (Bahia de todos los Santos) als Schirm der Ko⸗ lonie befeſtigt worden, verlor er bald darauf den Mann wieder, welcher ſo wichtige Dienſte geleiſtet. Spanien, durch ungewoͤhnliche Verheißungen, be⸗ maͤchtigte ſich ſeiner, und Amerigo, zum oberſten Leiter aller kuͤnftigen Entdeckungen beſtimmt, ſchickte ſich bereits zu einem weitern, bedeutenden Unter⸗ nehmen an, als er auf Tercera plotzlich vom Schick⸗ ſale abgerufen wurde. Im Leben und im Tode gluck⸗ licher, als Kolumbus, ſteht er, ein merkwuͤrdiges Beiſpiel des Neides und des Unwillens da, mit welchem die folgenden Geſchlechter zuͤrnend auf das Mißverhaͤltniß in der Anerkennung ſeiner Verdienſte und jener ſeines unſterblichen Landsmannes, auf ihn geblickt und noch immer blicken.

Der gemeinſchaftliche Nebenbuhler des Ruh⸗ mes beider Maͤnner, Vasko da Gama, erſchien noch vor Braſiliens vollſtaͤndiger Entdeckung neuer⸗ dings auf dem Schauplatze. In der Eigenſchaft als Oberadmiral des indiſchen Meeres, mit einer Flotte von 20 gut ausgeruͤſteten Schiffen, verließ er im Maͤrz des Jahres 1502 Liſſabon zum zweiten Male, und kehrte, in den Gegenden ſeiner Beſtimmung angelangt, die Waffen zuerſt wider den Koͤnig von Quilva, welcher zu jaͤhrlichem Tribute ſich verſtand. Nach dieſem zerſtoͤrte er das Hauptſchiff des Sul⸗ tans von Aegypten, an der Kuͤſte von Malabar. Und nun demuthigte er den ſtolzen Zamorin, deſſen Hauptſtadt großentheils durch das Feuer der Por⸗ tugieſen in Aſche gelegt wurde. Die Koͤnige von

1516