Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1487

40

er genaue Notizen hiſtoriſch⸗ſtatiſtiſchen Inhal⸗ tes ein.

Der Seeweg nach Oſtindien ſelbſt ſollte erſt unter Joao's Nachfolger aufgefunden werden; doch hatte mittlerweile Bartolomeo de Diaz das Gluͤck, wenigſtens die Hälfte des Weges zuruckzu⸗ legen, und das Vorgebirge von Afrika zu erreichen. Er nannte es anfaͤnglich, in Erinnerung der hier ausgeſtandenen Drangſale, das„Cabo di Tormen⸗ tos; aber der Monarch, voll Erwartung noch glaͤn⸗ zenderer Entdeckung, gab ihm den bedeutungsvollen Namen des Kaps der guten Hoffnung, welcher ihm auch, nachdem dieſe Hoffnung laͤngſt in Erfullung gegangen, bis zum heutigen Tage geblieben iſt. Nach anderthalbjaͤhriger Fahrt und manch wunder⸗ ſamem Abenteuer lief Diaz mit der frohlichen Kunde in den Hafen von Lisboa wieder ein.

Drei Jahre ſpaͤter wurde durch Diego Can das indiſche Koͤnigreich Congo entdeckt. Deſſen Beherrſcher und Einwohner empfingen die beherz⸗ ten Fremdlinge mit ungewoͤhnter Freundlichkeit und traten in freundſchaftliche Verhaͤltniſſe mit dem maͤchtigen Monarchen von Portugal, welcher ſogar zur Taufe ſie beredete, und wider den heidniſch ge⸗ bliebenen, mißvergnuͤgten Anhang unter den Ein⸗ geborenen kraͤftig ſchirmte. Die Seele all dieſer kuͤhnen und verhaͤngnißvollen Unternehmungen zur See war ein in mathematiſchen und Natur⸗ Wiſſen⸗ ſchaften tiefkundiger Teutſcher aus Nuͤrnberg, deſ⸗ ſen welthiſtoriſche Wichtigkeit noch immer nicht ge⸗ nug gefuͤhlt, und deſſen Andenken von den Ge⸗ ſchichtſchreibern noch lange nicht hinreichend gefeiert

*