worden iſt, das ihm mit vollem Rechte gebuͤhrt. Das Aſtrolabium Martin Behaims leitete die Seefahrer Koͤnig Johanns zum geahnten Ziele und ſeine Raͤthe und Plane waren dem Ganzen zum Grunde gelegt.
Der Koͤnig ſuchte, um Irrungen zu vermeiden, welche ſtoͤrend auf die Unternehmungen einwirken konnten, durch friedlichen Vergleich mit Spanien, das durch Kolumbus und ſeine Genoſſen die gleichen Zwecke, wiewohl in anderer Richtung verfolgte, fuͤr die Faͤlle ſich zu ſichern, wo die Beruͤhrung der Schifffahrer beider Nationen nicht vermieden wer⸗ den konnte, oder wo gemeinſchaftliche Entdeckung die Graͤnzſcheiden zweifelhaft ließ. Sehr wilffaͤhrig zeigte ſich hierfuͤr Papſt Alexander VI.; er zog auf dem Globus eine Linie von Norden nach Suͤden, die anfaͤnglich hundert, und ſpaͤter, da Joao damit ſich nicht begnuͤgte, dreihundert ſechzig Meilen gen Weſten vom Capo verde und den Azoren entfernt war; was von dieſer Linie oͤſtlich lag, ſollte von nun an Portugal— was aber jenſeits derſelben und weſtlich— den katholiſchen Koͤnigen gehoͤren.
Waͤhrend D. Joao hier durch einen Theil der neuen Welt als Koͤnig ſo reich geworden, wurde er als Vater durch den Verluſt des einzigen legitimen Sohnes plotzlich arm. Der Infant D. Alfonſo ſtarb durch einen ungluͤcklichen Fall vom Pferde, und dem tiefbetruͤbten Vater gelang ſein Vorhaben nicht, den andern, außer der Ehe(mit Anna von Mendoza) erzeugten, Liebling, Georg, Großmei⸗ ſter mehrerer Orden, zum Nachfolger ernennen zu koͤnnen, indem die Koͤnigin Eleonora raſtlos für
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