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Azambuja, eine anſehnliche Flotte nach Guinea, und ein Fort ſicherte den dortigen Goldhandel. Mit großer Eiferſucht verbarg man jedoch die Reſultate der bisherigen Entdeckungen und verbreitete die ab⸗ ſchreckendſten Geruͤchte und abenteuerlichſten Sagen uͤber die Gefahren der Schifffahrt in jenen Meer⸗ gegenden. Selbſt Maßregeln, welche die Moral nicht billigen kann, vernichteten die Muͤhe verwege⸗ ner Fremdlinge, welche, gegen das Syſtem des Hofes, zu aͤhnlichen Zielen ſich angeſchickt, mit ih⸗ ren Perſonen zugleich. Solche Stimmung herrſchte, als der große Kolumbus vor dem Koͤnige D. Joao mit ſeinem Plane zu Lisbva erſchien. Von unver⸗ ſtaͤndigen Rathgebern dießmal irre gefuͤhrt, ver⸗ ſchmaͤhte man, nachmals zur großen Reue, die Anerbieten des genialen Fremdlinges zu Oſtindien, als das naͤhere und ſicherere Ziel, machte taub und blind gegen alle anderweitigen Unternehmungen. Dieſer Lieblingsrichtung mit voller Seele hin⸗ gegeben, entſandte D. Jväo im J. 1487 Pedro de Covillan und Alfon ſo de Paiva auf Kund⸗ ſchaft nach den oͤſtlichen und ſuͤdlichen Kuͤſtengegen⸗ den. Letzterer ſtarb noch waͤhrend der Reiſe in Abyſſinien; der erſtere aber ſah Cananor, Calecut, Goa, Sofala und ſpaͤter auch Ormus, und ſchickte, durch Handelsverbindungen unterſtuͤtzt, genauen Be⸗ richt uͤber alle Ergebniſſe ſeiner gefaͤhrlichen Reiſe uͤber Aleppo nach Portugal. Er ſelbſt, nachdem er dem rothen Meere ſich zugewendet, kam zuletzt am Hofe des Koniges von Abyſſinien an. Auch uͤber dieſen und das den Europaern damals noch ſo dunkle und durch tauſend Maͤhrchen verhuͤllte Land ſchickte


