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Mehrere Städte offneten dem neuen Herrſcher⸗ paare willig die Thore, andere wurden durch die Gewalt der Waffen zur Huldigung gezwungen. Das Gluck war bis Zamora den Portugieſen hold. Allein von jetzt an wurde es ſchwankend. Alfons war gerade noch mit Belagerung dieſer wichtigen Stadt beſchaͤftigt und wurde von ſeinem Sohne, dem Infanten D. Joao, mit neuen Truppen kraͤftig unterſtutzt, als Fernando von Arragon zum Ent⸗ ſatze herbeinahte. Ohngefaͤhr eine ſtarke Meile von Zamora, in der Naͤhe von Toro, begegneten ſich beide Heere; Joao warf den linken Fluͤgel der Kaſtilianer; im Mittelpunkte dagegen ſchlug Fer⸗ nando den Angriff des portugieſiſchen Koͤnigs ab: Alfonſo zog ſich nach Caſtro⸗Nunno zuruͤck; ſein Sohn behauptete bis zum folgenden Morgen die Wahlſtatt; dann zog auch er nach Toro. Beide Theile ſchrieben ſich den Sieg zu. Aber der Erfolg war offenbar den Portugieſen nachtheilig, dadurch, daß das Selbſtvertrauen der Kaſtilier auf ihre Kraft ſich wieder ſteigerte, daß der Nationalhaß friſch auf⸗ gluͤhte und haͤufige Einfälle in Portugal die Feinde zu Theilung ihrer Streitmacht beſtimmten. Alfons wurde durch die Hoffnung franzoſiſchen Beiſtandes wieder geſtaͤrkt, mit welchem Louis XKI. von Frank⸗ reich ihm ſchmeichelte. In der That ſollte ein foͤrm⸗ liches Buͤndniß zwiſchen beiden Koͤnigen in Perſon geſchloſſen werden, und der von Portugal reiſte, nachdem er in die eroberten Staͤdte Kaſtiliens hin⸗ reichende Mannſchaft geworfen und ſeinem Sohne die Bewachung Portugals anvertraut, zur See, uͤber Gibraltar nach der franzöſiſchen Kuͤſte. Durch


