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als Gefangener der Mauren, bis er im J. 1443 durch Elend und Seuche zur ewigen Freiheit ent⸗ rettet wurde. Der unſterbliche Calderon hat in dem herrlichſten ſeiner Dramen,„dem ſtandhaf⸗ ten Prinzen,“ Fernando's Leiden, Muth und Reſignation mit unvergaͤnglichen Farben geſchildert. Die Kirche reihete ihn, verdientermaßen, als Maͤr⸗ tyrer des Chriſtenglaubens in die Zahl ihrer Heili⸗ gen. Noch vor ihm war, durch die Peſt dahinge⸗ rafft, ſein koͤniglicher Bruder geſtorben, nachdem er umſonſt durch die Flucht dem nahenden Verder⸗ ben ſich zu entziehen verſucht hatte.
Die Vormundſchaft uͤber D. Eduards noch un⸗ muͤndige Soͤhne, Alfonſo und Fernando, fuͤhrte, nach dem Willen der Cortes, Dom Pe⸗ dro von Coimbra, Bruder des Verſtorbenen. Dieſe Verfuͤgung geſchah im Widerſpruche mit dem Letztwillen deſſelbigen, indem Eleonora von Arra⸗ gon, ſeine Gemahlin, als Regentin⸗Reichsverweſe⸗ rin, bis zur Großjaͤhrigkeit des Inſanten Alfonſo, beſtellt worden war; die Cortes aber hegten Scheu vor arragoniſcher Einmiſchung, und eiferſuchtige Sorgfalt in Bewahrung wohlerworbener National⸗ freiheiten trieb ſie zu dieſer Maasregel. Die Ver⸗ wendungen des vaͤterlichen Hofes, an den Eleonora ſich gewendet, fruchteten nichts, und Dom Pedro verblieb im Beſitze der Regentſchaft. Der Thron⸗ folger wurde nach den beſten Grundſätzen erzogen und mit einer Tochter des Vormuͤnders vermaͤhlt. Weil jedoch dieſer letztere zogerte, die Zuͤgel der Regierung in der Folge ſeinem Neffen abzutreten, ſo miſchte ſich die Intrike von Ehrgeizigen in das
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