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Gleich die erſten Jahre ſeiner Regierung verfloſſen ſchmachvoll, durch die unſinnigen Verſuche, Kaſti⸗ lien zu gewinnen, und die deßhalb zu Waſſer und zu Lande erlittenen Niederlagen. Nachdem Fer⸗ nando zwiſchen zwei Leonoren lange hin und her geſchwankt, fuͤhrte ihm ſein boͤſer Stern noch eine dritte, die Frau des D. Joao Lorenzo da Cunha, zu, welche durch ihre buhleriſchen Reize und Kuͤnſte ihn alſo verblendete, daß er alle Schranken des Anſtandes vergaß, die mit Arragon und Kaſtilien angeknuͤpften Unterhandlungen abbrach, und Leo⸗ nora Tellez de Meneſes, trotz des Wibder⸗ ſtandes von Seite ihres rechtmaͤßigen Gemahles, ſich antrauen ließ. Dieſelbe Kirche, welche ander⸗ waͤrts zu dieſen Tagen gluͤckliche Furſten⸗ Ehen un⸗ ter nichtsbeſagenden Vorwaͤnden gar haͤufig trennte, ſprach ihren Segen uͤber den Verrath an der Heilig⸗ keit des Sakramentes; und der mißhandelte da Cunha ging nach Kaſtilien, wo er, ſo lange er lebte, auf ſeinem Hute ſilberne Hoͤrner trug.
Die Nation theilte jedoch den Leichtſinn der Prieſter und der Großen, bei Beurtheilung dieſer aͤrgerlichen Sache, nicht, und es fehlte wenig zu ei⸗ nem allgemeinen Aufſtande. Eben ſo zuͤrnten auch die Bruͤder des Koͤnigs heftig. Allein durch ſchmeich⸗ leriſche Worte beguͤtigte man dieſe; dem Volke aber wurde durch den Krieg mit Heinrich von Kaſtilien Beſchaͤftigung gegeben. Er endigte ſo ſchmachvoll, wie der fruͤhere; und der kaſtiliſche Koͤnig war be⸗ reits Meiſter von einem Theile Lisbva's, als D. Fernando aͤngſtlich Frieden ſuchte, und unter de⸗
1575 muͤthigenden Bedingungen ihn endlich erhielt.
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