Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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3 Mai. 1357.

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Anſtifter des Unheils, die ihr Werk nicht halb vollenden wollten. Im Kloſter von St. Klara zu Coimbra wurde die ungluͤckliche Inez meuchleriſch

niedergeſtoßen; ihr Blut kam uͤber Alfons und ganz

Portugal.

An der Spitze eines Heeres, welches er aus Mißvergnuͤgten jeder Art gebildet, zog der Infant zur Rache aus; ein blutiger Buͤrgerkrieg verwuͤſtete das Land, das er kuͤnftig doch beherrſchen ſollte; endlich vermittelten die Mutter und der Erzbiſchof von Braga eine Ausſoͤhnung. D. Pedro verzich⸗ tete auf gewaltſame Rache, um deſto fuͤrchterlicher dereinſt mit den Waffen des Geſetzes die Moͤrder zu ſtrafen. Nachdem Alfonſo dieſe noch bei Zeiten gewarnt, ſtarb er, nicht ohne banges Vorgefuͤhl der Entſchluͤſſe, die im Herzen des Sohnes ſich bruͤteten.

Beinahe drei Jahre lang verbarg Dom Pe⸗ dro der Geſtrenge dasjenige in ſich, was der heißeſte und einzige Gedanke ſeines Lebens war, denn die Henker der Geliebten hatten ſich bei Zeiten nach Kaſtilien gefluͤchtet. Endlich jedoch, im Jahre 1360, erhielt er wenigſtens zwei derſelben, gegen An⸗ erbietung von Gegenbienſten, ausgeliefert; der dritte, uͤber die Zuverlaͤſſigkeit des koͤniglichen Wortes und des Gaſtrechtes noch zu guter Stunde belehrt, ſuchte in Arragonien eine andere Freiſtaͤtte. Unter aus⸗ gewaͤhlten Martern wurden nunmehr Pedro Coello und Alvaro Gonſalvez hingerichtet; darauf ließ der Koͤnig der Ermordeten ein feierliches Hochamt halten und von den Cortes des Reiches dem aus der Gruft herausgenommenen Leichnam, welchen jeder Prunk