furchterliche Weiſe. Die Prinzeſſin Blanka, Tochter Don Pedro's von Kaſtilien, eines Oheims von Al⸗ fons Xl., war bereits mit dem Infanten Dom Pedro von Portugal verlobt, jedoch, da man durch verſchie⸗ dene politiſche Intriken eine reichere Dame, Donna Conſtanzia, die Tochter des D. Juan Manoel, mit Einwilligung der Cortes, bald darauf dazwiſchen ſchob, auf etwas unzarte Weiſe wiederum ver⸗ draͤngt worden. Der Infant erzeugte mit dieſer ſei⸗ ner Gemahlin mehrere Kinder; jedoch fuͤhlte er be⸗ reits fuͤr eine Ehrendame der Koͤnigin, welche mut⸗ terlicher Seits ihm verwandt war, eine heftige Lei⸗ denſchaft. Jüez de Caſtro, natuͤrliche Tochter Fernandez de Caſtro's, galt fuͤr die ſchoͤnſte und rei⸗ zendſte Jungfrau im Koͤnigreiche. Sie erwiederte die Neigung des Prinzen, jedoch erſt, als deſſen Ge⸗ mahlin geſtorben und durch Prieſterhand das heim⸗ liche Ehebuͤndniß geſegnet war. Auf einem, von der Hauptſtadt etwas entlegenen, anmuthigen Land⸗ ſitze verbarg D. Pedro ſein Gluͤck den neidiſchen Blicken der Welt: aber nicht fuͤr lange. Sein Ver⸗ haͤltniß zur Jüez kam nach und nach an den Tag, durch die induſtrioͤſe Sorgfalt einiger Guͤnſtlinge des Koͤnigs, welche im Truͤben zu fiſchen hofften, und von den Sippen der Iüez in der Folge wenig Gutes ſich verſahen. Man ſtellte Mutter und Kin⸗ der als natuͤrliche Feinde der legitimen Sproſſen aus der Ehe des Infanten mit Konſtanze dar, und die Ermordung der verhaßten Schnur wurde in der Camarilla des Koͤnigs beſchloſſen. Das erſtemal entſank der Dolch Alfonſo's ungewohnten Haͤnden; und geuͤbter erzeigten ſich die 2
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