Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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weigerten jeden Beiſtand. Schon ſollte bei Lumiar eine zweite Schlacht zwiſchen Vater und Sohn ent⸗ ſcheiden: da vermittelten die Koͤnigin Eliſabeth und 1223 der Biſchof von Lisboa auch diesmal. Der Monarch bewilligte, aus Liebe zum Frieden und um das Aer⸗ gerniß zu enden, alle Forderungen des Infanten, welcher von nun an meiſtentheils zu Santarem die getrennte Hofſtatt auſſchlug. Bald ſiegte Letzterer uͤber alle ſeine Gegner vollends. Des Vaters Herz aber, von Truͤbſinn unaufhoͤrlich belaſtet, brach uͤber der Erinnerung an ſo manches Verbrechen ſei⸗ ner Familie, und ſo manchen vereitelten Plan ſei⸗ ner ausgezeichneten Regierung, noch im Jaͤnner

des Jahres 1325.

Rein kriegeriſch von Gemuͤth und Weſen war Alfonſo IV., genannt der Kuͤhne. Nachdem er die Kraft piter Jugend in frevelhaften Fehden wider des Vaters geheiligte Gewalt und die be⸗ ſtehende Ordnung der Dinge erprobt hatte, ver⸗ fuchte er ſie als Mann und Regent, in ruhmvollen Kaͤmpfen wider die Mauren, zum Frommen der Chriſtenheit und zur Vertheibizung der pyrenaͤiſchen Halbinſel. Verbuͤndet mit ſeinem Nachbar von Faſtilien, D. Alfonſo Kl., zog er wider die Koͤ⸗ nige von Marokko und Grenada aus, und erfocht bei Tarifa gegen die Uebermacht der feindlichen Truppen einen der glaͤnzendſten Siege, welcher

1340 ganz an den Tag auf Ourique erinnerte.

Aber das Schickſal raͤchte ſchwer an ihm, was er in fruͤherer Zeit an dem Herzen des Vaters ge⸗ frevelt. Die Zwietracht zog in ſein Haus und zer⸗ ſtoͤrte ſein und ſeines Sohnes Lebensgluͤck auf