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es ſogar, den bisher ohne Widerſpruch gereichten
Zehnten der Geiſtlichkeit foͤrmlich zu verweigern. Er begehrte ferner, daß dieſelbe, welche ohnehin im Beſitze vom groͤßten Theile des Staatsgutes ſich befinde, keine neuen Grundſtuͤcke erwerben, auch nicht, wie bisher, unter mannigfachen Vorwaͤnden, das baare Geld aus dem Lande verſchleppen ſollte⸗
Aber auch Dionyſio wurde nicht weniger, als
den uͤbrigen Konigen, ſchwer, die Hand wider den
Stachel zu lecken. Die Cenſuren kamen uͤber ihn, mit ihrer ganzen furchtbaren Gewalt, und das mit Papſt Nicolaus abgeſchloſſene Concordat, welches 42 Artikel in ſich faßte, beurkundete von Neuem die uͤbermaͤßige Gewalt, welche die Prieſterſchaft in Portugal ſeit langer Zeit an ſich geriſſen. Der Felonie dieſes Standes ging zur Seite die Zwie⸗ tracht im Innern des Hauſes. Zuerſt die uͤber⸗ flͤſſige Fehde ſeines Bruders Alfonſo, Herrn zu Portalegre, mit Kaſtilien, in der Folge durch Wei⸗ bervermittelung beigelegt; ſodann der verwegene Auf⸗ ruhr des Infanten, ſeines eigenen Sohnes, welchen die Mutter, die heilige Eliſabeth,(geborne Prin⸗ zeſſin von Arragon,) auf jede Weiſe beguͤnſtigte. Nachdem bei Coimbra das Blut der Portugieſen in brudermoͤrderiſchem Streite gefloſſen, wurde durch eine Zuſammenkunft in Leiria die Angelegenheit fuͤr eine Zeit lang beendigt. Allein die verhaßte Er⸗ ſcheinung ſeines Halbbruders, des Mor Domo Al⸗ fonſo Sanchez, entzuͤndete im Herzen des jungen Fuͤrſten aufs Neue die Gefuͤhle heißer Rache. Die Cortes, welche der Infant in ſein Intereſſe zu zie⸗ hen verſucht, blieben ihrer Pflicht getreu und ver⸗


