Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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Sofort handelte der Koͤnig, welcher nun be⸗

reits die zweite große Untreue veruͤbt, ganz im Geiſte ſeiner Vorfahren, inſofern es geiſtliche An⸗

gelegenheiten betraf, und er ſtarb, wie ſein Vater,

kaum vorher noch entſuͤndigt, in tiefem Unfrieden mit der Kirche und ſeinen Biſchoͤfen. Großartig und feſt war der Sinn des folgen⸗

den Koͤniges, Dionyſio des Gerechten; und ihm gebuͤhrt unter den Fuͤrſten dieſes Reiches eine

der erſten Stellen. Mit angeſtrengter Sorgfalt

widmete er ſich den innern Angelegenheiten, welche ſeit Alfonſo Henriquez beinahe von allen Koͤnigen

weniger als die Thaten des Krieges und die Verhaͤlt⸗ niſſe zur Kirche, beachtet worden. Er leitete theils eine Menge Reformen ein, theils volffuͤhrte er viele derſelben. Die Geſetzgebung und die Rechtspflege erhielten ganz beſondere Pflege; er ſchuͤtzte die Ar⸗ men gegen Bedruͤckung und Wucher; der Ackerbau

ward durch Beguͤnſtigungen verſchiedener Art auf⸗

gemuntert und veredelt; Goldwaͤſchereien wurden am Tajo durch ihn bewerkſtelligt, und Krone und Scepter wurden zum erſten Male aus vaterlaͤndi⸗ ſchem Metalle gegoſſen. Seine Großmuth, wie ſeine Thätigkeit kannte keine Graͤnzen; jene bezeugt das portugieſiſche Sprichwort:Freigebig wie ein Dio⸗ nyſio, dieſe der Beinameel labrador.

Nichts deſto weniger wurden die Rechte der

Krone wider prieſterliche Anmaaßung mit gleicher Kraft, wie unter den fruͤhern Regierungen, ver⸗ fochten. Er bewachte alle Schritte unruhiger Praͤ⸗

laten, unabgeſchreckt durch die bittern Erfahrungen

ſeines Vaters, und der fruͤhern Koͤnige; ja er wagte