Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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fuͤgungen uͤber die Erbfolge, die Geſetzgebung und die Gerichtsbarkeit wurden hier in dem beruͤhm⸗ ten Grundgeſetze feſtgeſtellt. Die Cortes, beſendet von dem hohen Klerus, den Großen des Reiches und den Prokuratoren der Staäͤdte, eroͤffneten ſich mit außerordentlicher Pracht, und Koͤnig und Staͤnde beſchworen wechſelſeitig die Verfaſſung. Gemaͤß der⸗ ſelben vererbte erſterer das Reich an ſeine Soͤhne; der Erſtgeborne ſchloß den Spaͤtern aus; dem, der ohne maͤnnlichen Stamm verblich, folgte der Bru⸗ der, nicht aber deſſen Soͤhne, außer mit beſonderer Zuſtimmung der Cortes. Beim Abgange maͤnnlicher Erben folgten auch die Tochter: doch durften ſie nicht auswaͤrts vermaͤhlt ſeyn. Der Geiſt, der die Verfaſſung von Lamego durchwehte, war in ein⸗ zelnen Punkten, nach dem Charakter jener Zeit, ſtreng und hart, jedoch in der Hauptſache gerecht und verſtaͤndig. In wenigen Saͤtzen wurde Vieles niedergelegt; die Deutungen, Erweiterungen und Anwendungen waren dem geſunden Verſtande und dem Billigkeitsgefuͤhle des Richters uͤberlaſſen. Man erdruͤckte das Volk nicht mit einer Maſſe von Ge⸗ ſetzen, welche, von den Verfaſſern haͤufig kaum ſelbſt recht verſtanden, bereits von der Abfaſſung her den Widerſpruch mit ſich brachten, und Vernunft in Unſinn, Wohlthat in Plage verwandelten.

Vier Jahre nach dieſem Hauptwerke ſeines Le⸗ bens, welches nicht minder ſtrahlend in der Ge⸗ ſchichte der portugieſiſchen Nation daſteht, als die Trophaͤen von Ourique, ſtarb Dom Alfonſo, be⸗ weint von allen Unterthanen, die er durch das Schwert, wie durch Geſetze, geſchirmt, und gefeiert