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Die Mutter und Regentin There ſa vergaß der hohen Abkunft ihres Hauſes und der Tugend ihres Gemahles, und uͤberließ ſich, ungeruͤhrt von der Unſchuld ihres Kindes, und irre gefuͤhrt von veraͤchtlichen Guͤnſtlingen, allen Läſten der Welt. Auch nach erreichter Großjaͤhrigkeit des Prinzen ſetzte ſie ihr wuͤſtes Leben fort, und es beburfte der Waffengewalt von ſeiner Seite, um den vaͤterlichen Thron von den Schmarotzerpflanzen zu ſäubern, welche denſelben umniſtet hatten. Das verhaßte Geſchlecht der Paez und die pflichtvergeſſene Mut⸗ ter wurden endlich zur Ordnung gebracht. Letztere fluͤchtete zu König Alfonſo Ramon von Kaſtilien
und Leon, ihrem Neffen; und auf der Ebene von
Valdevas, am Lima, kam es zum Treffen. Dom Alfonſo Henriquez ſchlug den kaſtiliſchen Koͤnig; aber nach kurzer Friſt erſchien derſelbe mit neuen Truppen, und zwang den Beherrſcher Portugals, in ſeinen feſten Staͤdten den guͤnſtigern Augenblick abzuwarten. Es ſcheint, der Kampf ſey durch Ver⸗ gleich beendigt worden, wenigſtens herrſchte von 1130 an, zumal da die Mutter einſtweilen geſtor⸗ ben, Alfonſo ruhig uͤber Portugal.
Nun die innern Wirren geſchlichtet, verfolgte der Konig die kriegeriſchen Plane ſeines Vaters wi⸗ der die Mauren, und erweiterte die Graͤnzen ſeines
Reiches. Die Ungläubigen ſammelten ein bedeuten⸗
des Heer, und fuͤnf Koͤnige an deſſen Spitze zogen aus wiber die Chriſten. Auf der großen Ebene von Durique, an der algarbiſchen Graͤnzſcheide, erfocht
Alfons den glaͤnzendſten Sieg, wie ein neuer Gi⸗
deon, mit verhaͤltnißmäßig geringen Streitmitteln


