Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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714 n. Chr.

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und die Unvorſicht der Koͤnige eben ſo groß, als die Begeiſterung und Glaubenskraft der Feinde waren⸗ Als im Verlaufe der Zeiten, durch den Hel⸗ denmuth der aſturiſchen Weſtgothen und die Zer⸗ wuͤrfniß im Innern des neuen Saracenenreiches, den Chriſten wiederum Hoffnung geworden, wenig⸗ ſtens einen Theil des verlornen Vaterlandes zur alten Freiheit zu erheben, und kleine Reiche aus den kuͤhnen Anfaͤngen nach und nach ſich gebildet hatten; begann auch fuͤr Luſitanien, das nunmehr unter dem Namen Portugal erſcheint, ein neuer Tag anzubrechen. Don Fernando I., des Sancho Major und der Nunnia⸗Garcias zweitgeborner Sohn, herrſchte als Koͤnig uͤber Navarra, Arra⸗

gon und Kaſtilien zu gleicher Zeit, und hinterließ

jedem der drei Soͤhne einen dieſer kleinen Staaten. D. Sancho, mit der Theilung unzufrieden, begehrte das Ganze, nahm den einen Bruder gefangen, und trieb den andern in die Flucht zu den Mauren; darauf herrſchte er uͤber alles, dieſen Letztern aber⸗ oberte Land. Als er jedoch vor Zamora meuchle⸗ riſch gefallen, bemaͤchtigte ſich Alfonſo, ganz nach des Bruders Grundſätzen und durch das Ungluͤck keinesweges gerecht geworden, der geſammten väter⸗ lichen Verlaſſenſchaft. Er zierte aber den Thron durch ritterlichen Muth und edle Schwaͤrmerei fuͤr Ausbreitung des Chriſtenthums. Die Bluͤthe from⸗ mer Degen ſammelte ſich an ſeinem Hofe, und ver⸗ wendete alle Zeit zwiſchen Gebet, Maurenkampf und Saitenſpiel.

In der Reihe dieſer Ritter befand ſich auch Graf Heinrich von Burgund, aus der Familie