243
von Schmerz und Gram war in ſeiner Seele verwiſcht. Mit den Worten:„Va⸗ ter, ach! mein theurer Vater, Du lebſt, an mein kindliches Herz kann ich Dich noch druͤcken!“ eilte er zu ihm hin, um⸗ armte ihn und konnte, uͤberwaͤltigt von einer maͤchtigen Empfindung, keine Sylbe weiter reden. Huſchka ſagte zu ſeiner Fa⸗ milie, die in ſtaunende Theilnahme gleich⸗ ſam aufgelöſet war:„O! welch ein herr⸗ licher Sohn, der nicht eher ruht, bis er ſeinen ungluͤcklichen Vater gefunden hat, um ihn zu tröſten und ſich zu beruhigen! Er ſey unſer Kind, Bruder und Freund!“
Ach, mein Adolph!“ rief der Baron aus,„ungluͤcklich habe ich Dich und Deine Mutter gemacht, kannſt Du mich noch achten und lieben? Vor Schaam möchte ich vergehen!“—„Vater,“ entgegnete der Juͤngling,„der beſte Menſch ſtrauchelt,
5


