Teil eines Werkes 
1. Theil (1820)
Entstehung
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mir nicht gedacht! Friedrich, Du haſt ein gutes Loos gezogen!“—„Dies iſt meine

Schweſter Hedwig,“ ſagte Eliſabeth,„die

mit mir ging, um mir den Schmerz der Trennung von meinen Lieben leichter über⸗ winden zu helfen.“ Auch ſie wurde freund⸗ lich bewillkommt.„Hat euer Vater lauter ſchoͤne Töchter?“ fragte der alte Graf. „Hedwig, Hedwig, denkt an mich, koͤmmt nach Nordberg nicht wieder zuruck!“

Wirklich gab Hedwig ihrer Schweſter an Schönheit nichts nach, obwohl ihre jungfräulichen Reize andzrer Art waren. In ihren braunen Augen lag liebreiche Milde, die Farbe der Geſundheit ſchmuͤckte ihre Wange und ein liebliches Laͤcheln ruhte in ihren Mienen. Sie war eine ſchlanke Geſtalt und faſt einen Kopf groͤßer, als ihre ältere Schweſter. Frohe, ungetruͤbte Heiterkeit lag in ihrem ganzen