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ihre Lieder, ganz wie ehemals, mit heller Stimme) wenn ſie durch die Zimmer lief und die Treppen hinaufſprang, aber ſie ſchrie nicht, wenn ſie ſang und riß nicht Stühle, Tiſche und Menſchen um, wenn ſie dahin ſprang. Sie bewegte ſich mit Leichtigkeit und Grazie und zeigte in all ihrem Uebermuth eine gewiſſe Beſinnung und ein gewiſſes Maß. Hierzu kam, daß ſie zwar einfach in ihrem Anzug, daß die er aber jetzt geordnet und ge⸗ ſchmackvoll war, ſo daß ihre kleine feine Geſtalt und ihr Geſichtchen ſich nett und hübſch ausnahmen. Es ſchien auch ihrer Umgebung, als der Frühling eintrat, als wenn das Mädchen ſich während des Winters ganz und gar verändert hätte. Alle vermißten ſie, wenn ſie nicht da war, und amüſirten ſich, wenn ſie ihnen Geſellſchaft leiſtete. Thure zeigte ihr eine Aufmerkſamkeit, welche die Tante Johanna ſehr ſchwer mit anſehen konnte, ohne ſich zu ärgern, um ſo mehr, als der alte Anbeter Jo⸗ hanna's, der Amtshauptmann, ſich gleichfalls ſehr viel mit Anna beſchäftigte. Er ſtellte ſich ſeit Weihnachten ſehr oft, ja faſt zu oft auf Ekholm ein, ganz wie um die Zeit, als er Johanna die Cour machte; jetzt ſchien es aber, als gälte ſein Beſuch nicht der Tante, ſondern Anna, und dies war ſchwerer zu ertragen, als alles An⸗ dere. Er war ſehr liebenswürdig gegen Johanna, aber plauderte, lachte und beſchäftigte ſich eigentlich nur


