Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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antwortlicher fand ſie es, und entſchloß ſich, mit Elias

zu reden. Als dieſer Entſchluß feſtſtund, begab ſie ſich nach der oberen Gartenteraſſe, woſelbſt ſie ganz unverhofft Elias antraf. „Welche Wolken des Kummers verſchleiern Deinen Lebenshimmel? Deine ſchönen Augen haben ja Thrä⸗ 3 nen vergoſſen, wie ich ſehe!“ deklamirte Elias.„Sage mir, was Dich ſo betrübt?“ Und er ergriff Lisbeth's Arm, legte denſelben in den ſeinen, indem er hinzu⸗

fügte„Komm. Gehen wir in den Garten hinab, da⸗ mit Du mir in aller Ruhe Deinen Kummer anvertrauſt. Wenn Du mich nicht zum Ehemann haben willſt, ſo bleibe ich doch immer Dein Bruder.“ Lisbeth bemühte ſich, ihren Arm los zu machen,

und als dies ihr nicht gelang, folgte ſie Elias mit

glühenden Wangen und Augen voll Thränen.

„Ich habe klug und recht gehandelt, als ich an Deine Liebe nicht glaubte!“ rief ſie heftig;„hätte ich ihr getraut, ſo wäre ich betrogen worden.“

„So! meinſt Du?“ bemerkte Elias lächelnd.„Ich * meinerſeits bin anderer Anſicht.“

„Du wirſt doch wol nicht noch behaupten, daß Du mich mit einem wahren Gefühl liebſt?“

„Ich behaupte aber, daß ich es that und daß ich es