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Dankſagung zukommt,“ antwortete der Amtshauptmann lachend, fügte aber recht ernſt hinzu:„Anna iſt ein ungewöhnliches Mäben⸗ ein ſehr ungewöhnliches Mädchen.“
„Oh ja, es iſt z. B. etwas ſehr Ungewöhnliches, daß Mädchen in ihren Jahren ſo ſehr ökonomiſch ſind,“ fiel Johanna im ſcharfen Tone ein, und auch Thure äußerte ſich nun über Anna's Geld Leidenſchaft. Seine Worte waren noch ſchärfer als Johanna's und ver⸗ ſchafften ihm einen zärtlichen Blick von dieſer.
Der Amtshauptmann ſah den jungen Mann an und ſagte, er ſeinestheils könne nur wünſchen, daß Jedermann ebenſo klug und ſparſam wäre wie Anna.
„Ich habe ſchon oft zu meiner Verwunderung be⸗ merkt, daß man hier im Hauſe über ihre Sparſamkeit ſpöttelt. Es wundert mich in der That. Iſt es denn eine löbliche gute Eigenſchaft, verſchwenderiſch zu ſein, und was Sie betrifft, lieber Herr Bennmark, ſo finde ich es ſehr unrecht, daß Sie ſtets bemüht ſind, eine an
ſich gute Eigenſchaft herabzuſetzen, weil dieſelbe bei
Anna etwas hervorſtehend iſt. Ich müchte Ihnen rathen, für Ihren Wit einen andern Gegenſtand als Anna's Sparſamkeit zu wählen,“
Thure brauſte auf und gab gegen ſeine Gewohn⸗
heit eine ziemlich ſcharfe Antwort.„Er ſei“ meinte er,


