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Als ſie vor der Thüre zu demſelben ſtanden, machte Frigga ſie mit den Worten auf:
— Jetzt, Monſieur, verlaſſe ich Sie. Bei dieſem Wiederſehen iſt meine Gegenwart überflüſſig.
Sie ſchob Elias hinein und ſchloß die Thüre hinter ihm.
Er ging durch das vordere Zimmer und ſtand dann vor Madame Moulin, welcher bei ſeinem An⸗ blick ein Ausruf der Beſtürzung entſchlüpfte.
— So, nach dreiundvierzig Jahren ununter⸗ brochenen Suchens, wird es Jakob Levitains Sohn vergönnt, ſeine Pflegeſchweſter wiederzufinden,— ſagte Elias gerührt.— Ach Sophie, Sie ſind grau⸗ ſam gegen Elias geweſen! Doch, wir wollen nicht davon ſprechen; die Freude, welche ich heute habe, verſöhnt mich mit Allem, was ich gelitten.
Er drückte Sophiens Hand an ſeine Lippen. Der ſtolze und ſtrenge Elias war gerührt.
Er ſetzte ſich auf's Sopha zog ſie neben ſich hin und ſagte:
— Wie konnte Sophie Flias zu dieſer Qual verurtheilen, welche er jetzt faſt ein halbes Jahr⸗ hundert ausgeſtanden? Wie konnteſt Du vor ſechs Jahren an meiner Seite ſitzen und von der Zukunft und dem Glück unſerer Kinder ſprechen, ohne mir die Hand zu reichen und zu ſagen: Elias, es iſt Sophie, welche für das Glück ihrer Tochter bittet. Wußteſt Du denn nicht, daß, wie verhärtet mein Inneres auch ſein mochte, doch ein Herz in meiner Bruſt ſchlug, welches nie den Eid brechen, den ich meinem Vater geſchworen, oder die Schuld vergeſſen konnte, in welcher ich zu Dir ſtand?
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