306
— Es iſt ein Ausländer, und er wird von einem Dolmetſcher begleitet,— fügte der Bediente hinzu.
— Ah! Iſt er denn endlich da!— rief Frigga freudig und ſprang auf.
— Führe den Fremden ſofort in den Salon!— fügte Frigga hinzu und wandte ſich an Valentin mit den Worten:
— Deinen Arm, mein Freund!— Es iſt heute ein Freudentag für uns, die wir beide den letzten Willen Melcers ſo eifrig zu erfüllen wünſchten.
Nachdem Valentin einige Worte der Verwun⸗ derung geäußert, welche Frigga mit ihrem einneh⸗ mendſten Lächeln beantwortete, gingen die beiden Gatten zuſammen in den Salon.
— Einige Minuten darauf trat ein hochgewach⸗ ſener Mann mit etwas grauen Locken und ſchönen Geſichtszügen herein. Er ging auf Frigga zu und ſagte, auf Franzöſiſch, indem er ihre Hand ehrerbietig an ſeine Lippen führte:
— Madame, es gab nur eine Wohlthat, die man mir erweiſen konnte, und für dieſe bin ich Ihnen verpflichtet. Meine Antwort auf Ihren Brief daß Sie diejenige, welche ich ſuchte, gefunden haben, iſt— daß ich mich hier eingefunden habe.
— Monſieur. Ihr Herkommen wird mein Glück vollſtändig machen, denn dadurch iſt es mir gelun⸗ gen, die letzte Bitte meines Bruders zu erfüllen. Ich danke Ihnen.
Frigga präſentirte jetzt ihrem Manne:
— Den Banquier Elias Levitain aus Paris.
Darauf bat ſie Flias, ihn nach dem Zimmer der Madame Moulin führen zu dürfen.
—
—7———
—,—


