Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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auf der Erde giebt, wo die Juden gleiche Rechte mit den Söhnen des Landes beſitzen. Ich halte es auch für Unrecht von dem gebildeten Juden, daß er nicht ſein Intereſſe auf etwas Höheres richtet, als auf weltlichen Gewinn, ſo daß er, um dieſen zu befriedigen, in einem Lande lebt, wo er als Menſch und Bürger nicht dieſelben Vorzüge genießt wie die Chriſten. Die Unterdrückung macht uns nicht beſſer, ſondern ſchlechter. Nur die Befreiung davon vermag den Juden ein höheres moraliſches Intereſſe einzu⸗ flößen. Indenjen igen Staaten zu leben, wo die be⸗ ſtehenden Geſetze darauf hinzielen, ihr Verderben da⸗ durch herbeizuführen, daß man ſie an jeder edleren Entwicklung hindert, das heißt ſich freiwillig der Er⸗ niedrigung weihen.

Das kann ich nicht zugeben, ſagte Is⸗ mael, denn in den meiſten Ländern ſind die Juden nur geduldet, und es iſt nur in ſehr wenigen Staa⸗ ten, daß ſie emancipirt wurden. Wenn nun Alle in die Länder zögen, wo ſie frei ſind, ſo würden dieſe übervölkert werden, und möglicherweiſe würde daraus das Uebel entſtehen, daß man, um nicht von Juden überſchwemmt zu werden, ihnen wieder die Vortheile raubte, welche ſie errungen. Man müßte deßhalb zu einem andern Ausweg ſeine Zuflucht nehmen, um das Ziel zu erreichen, bu welchem jeder rechtlich denkende und für das Glück ſeiner Glaubensver⸗ wandten arbeitende Jude ſtreben muß.

Und dieſes Ziel, welches iſt es, das D Du da⸗ für hältſt fragte Elias.

Die Emancipation der Juden Ser die ganze Welt. Man hat dieſer überall aus