Als deßhalb das gegenwärtige Haus gebaut wurde, ließ er nicht das erſte Stockwerk von des Vaters altem Hauſe niederreißen, ſondern dasſelbe blieb ſtehen, obgleich ſich rings um es neue Mauern erhoben.
Die Zimmer, welche in dem neuen Gebäude ein⸗ gerichtet worden, ſchloſſen ſich an die alten, gleichwie die Jugend ſich dem Alter anſchließt.
Die erſteren glänzten durch moderne prächtige Ausſtattung, hatten aber doch nicht den Werth in den Augen der Familie wie dieſe, welche in ihrem Schooß einſt einen der Edelſten in dieſem Geſchlechte geborgen.
Es war auch nur dann, wenn Elias etwas Ernſt⸗ liches mit ſeinen Verwandten zu ſprechen hatte, daß ſie dort eingeführt wurden, ſonſt war die vordere
Wohnung der Platz, wo Elias mit ſeiner Familie
die täglichen Gebete verrichtete. Als er mit den beiden jungen Männern in dieſes ſeinem Herzen ſo heilige Zimmer eintrat, ruhte über ſeinen Zügen ein etwas milderer Ausdruck, als ſonſt. Die Milde war jedoch ein für Elias fremdes Gefühl. Auch über den Geſichtern der beiden jungen Männer lagerte ſich ein Schatten von Ernſt. Ismaels gedankenvolle Stirne war bleich gewor⸗ den, als wenn das Gefühl der Ehrfurcht, das er em⸗ pfand, ſeine Seele mit einer ſolchen Macht ergriffen, daß es wieder auf den Umlauf des Blutes gewirkt. Auf Abrahams Lippen ſchwebten nicht mehr Ueber⸗ muth und wilde Fröhlichkeit. Elias trat auf die Ottomane zu, ſetzte ſich und ſagte mit klarer und klangvoller Stimme;


