Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Valentin war ein ganz glücklicher Componiſt und es kam nicht ſelten vor, daß Frigga mit Vorliebe das ſang, was er in Muſik geſetzt.

Genug, die langen Geſpräche wurden jetzt mit Muſik vertauſcht, und man konnte es ſehen, daß ſie dieſe Stunden ſehr angenehm fanden.

Friggas Geſellſchaft ſchien für Valentin ein Be⸗ dürfniß geworden zu ſein,

Sah er ſie fortgehen, um einen Kranken zu be⸗ ſuchen, oder um zu promeniren, ſo konnte man ſicher ſein, daß er etwas ſpäter den Weg ging, auf welchem er hoffte, daß ſie zurückkommen würde. Ritt Frigga aus, ſo traf es ſich, daß Valentin nach einer Stunde ſein Pferd beſtieg und ins Feld ritt, aber dabei den Weg ſo wählte, daß er mit Frigga zuſammentreffen mußte.

Es ſah in der That aus, als wenn er ſich mehr für ſie intereſſirte, als er ſelbſt merkte.

So ging Auguſt Monat zu Ende, als man eines Abends in der Mitte des September gegen alle Ge⸗ wohnheit Valentin in dem gewöhnlichen Abendzirkel vermißte.

Die Gräfin fragte den Bedienten, ob der Lieute⸗ nant zu Hauſe ſei und erhielt zur Antwort, daß er ſich in ſeinen Zimmern eingeſchloſſen, um zu arbeiten.

Man ſoupirte; aber kein Valentin erſchien.

Den Tag darauf wurde dem Grafen ein Brief übergeben, in welchem Valentin ihn davon benach⸗ richtigte, daß er nach Stenby gereist ſei und dort einige Tage bleiben müſſe. Eine, zwei und end⸗

lich drei Wochen verliefen, ohne daß Valentin wieder.

auf Liungbro zum Vorſchein kam.