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ſtatt meinen heftigen Wünſchen nachzugeben; aber ich handelte unrecht, als ich mit einem ſo ſchwachen und ge⸗ fühlvollen Weſen von dem ſprach, was mein Herz barg.
— Sie müſſen doch zugeben, daß Sie ſtolzer ſind, als Sie das Recht haben zu ſein,— fiel Frigga ein.
— Das glaube ich nicht. Der Fehler war, daß ich meinen Stolz vergaß.
— Sie halten es alſo für unmöglich, ſich mit einem Mädchen von hoher Geburt zu verbinden.
— Was in dieſem Fall möglich oder unmöglich iſt, können wir vor der Hand nicht beſtimmen,— antwortete Valentin.— Ich weiß nur, daß diejenige an welche mein Herz ſich hernach bindet, mir in Bil⸗ dung und Seelenſtärke gleich ſein muß. Beſitzt ſie einen glänzenden Namen und theilt meine Gefühle, ſo muß ſie auch meinen Muth beſitzen und ihr Leben der Entſagung weihen.— Liebt ſie mich, weil ich bin wie ich bin, ſo wird ſie auch wiſſen, daß ihr Name uns für ewig trennt.
— Es liegt ein hoher Grad von Egoismus in Ihren Worten,— ſagte Frigga.— Sie beweiſen, daß ſie fordern, ſie ſolle ihre ſchönſten Hoffnungen Ihrem Hochmuth opfern.
— Nein, Fräulein— von ſo Etwas kann nicht die Rede ſein. Wo nie eine Hoffnung vorhanden war, da kann auch keine Aufopferung ſtattfinden. Sie hat von Anfang an eingeſehen, daß die Hoff⸗ nung nicht dem Gefühle ſich zugeſellte, welches ſie an mich band. Sie mußte ſtark genug ſein, um mich lieb zu haben, ohne an ein irdiſches Glück zu denken.
— Sie verlangen viel.
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