Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Valentin und ſie betrachteten einander eine Zeit lang ſchweigend. Darauf ſagte Frigga:

Ein großer Denker hat geſagt: Die Worte ſind nur vorhanden, um die Gedanken zu maskiren, und ich glaube, er hat Recht.

Wie kam Fräulein dazu, ſich dieſer Ausdrücke zu erinnern? War es die Aehnlichkeit Graf Arthurs mit Byron, die es veranlaßte?

Ja!

Erklären Sie mir das, ich bitte.

Gern. Sie können unmöglich irgend eine zwiſchen Athur und dieſem Portrait

nden.

Und wenn dem ſo wäre, was ſollte mich be⸗ wegen es zu ſagen?

Das Motiv kenne ich nicht, nur meine ich, daß die vermeintliche Aehnlichkeit erdichtet ſei.

Volentin nahm das Buch, welches Frigga ihm reichte, machte es zu und ſagte:

Sie haben Recht, ich habe ſie benüzt, um ein Geſpräch mit Ihnen einzuleiten.

Bedarf es wirklich irgend eines Vorwandes, um ein ſolches einzuleiten? In dieſem Falle haben Sie ſich ſehr geändert, denn früher würden Sie eines ſolchen Mittels nicht bedurft haben.

Friggas Stimme war ernſt. Es lag ein Aus⸗ druck des Vorwurfes im Ton.

Wir ſind alle Veränderungen unterworfen, antwortete Valentin.

Richt alle. Ich verändere mich nie, oder glauben Sie, daß ich, zum Beiſpiel, je aufhören werde, Sie als meinen Freund zu betrachten.