Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Porträt von ihm erhalten, welches in ſeinen jungen Jahren gemalt iſt.

Valentin überreichte Frigga das Buch und fügte hinzu:

— Wem ſieht das ähnlich:

Frigga nahm das Buch und blickte in das ſchöne, intelligente Geſicht. Nachdem ſie es lange betrachtet, richtete ſie ihre Augen auf V zalentin und ſagte

Ich kenne Nimanden, dem das ähnlich ſieht.

— Nicht! Sie ſind jedoch während Ihres Au⸗ fenthalts im Auslande viel mit Jemanden zuſam⸗ men geweſen, welcher an Lord Byron erinnert.

Wieder ſah Frigga das Portrait an, ſchüttelte aber den Kopf und erklärte lachend, daß ihr entwe⸗ der aller Formſinn abgehen müßte, oder auch habe Volentin Aehnlichkeiten entdeckt, wo keine ſolche vor⸗ handen wären.

— Ich werde alſo gezwungen ſein dem Fräulein zu helfen.

— Ja, gewiß; denn wenn ich auch dieſes Ge⸗ ſicht bis zu meinem Tode betrachte, ſo werde ich doch nie ein Gegenſtück dazu in der Wirklichkeit finden. Ein Paar ſo geiſtreiche Augen wie dieſe können in keines Anderen Loos fallen, als Byrons.

Gewiß, aber das hindert nicht, daß ſeine Naſe und ſein Mund mit Graf Arthur Eldau's Aehn⸗ lichkeit hat,— erklärte Valentin und fixirte Frigga.

— Sollte Arthur dieſem Portrait ähnlich ſehen! — rief Frigga und ſah Valentin an, als wenn ſie im Zweifel ſei, ob ſie recht gehört.

— So kommt es mir vor.