Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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von einem gewöhnlichen Bekannten die Rede iſt, für welchen man durchaus kein lebhafteres Intereſſe hegt.

Während der letzten zwei Monate hatte weder, der Propſt noch Valentin einen Brief erhalten. Man war auch vollkommen darüber in Unkenntniß, wann die gräfliche Familie zurück zu erwarten ſei.

An einem ſchönen Sonntagmorgen, Ende Mai, begab Valentin ſich früh nach dem Pfarrhof, um den Vater in die Kirche zu begleiten.

Man ſang gerade den Schlußvers vor der Pre⸗ digt, als eine lebhafte Bewegung in der kleinen Kirche entſtand. Aller Blicke waren auf die Thüre gerichtet.

Auch Valentin drehte ſeinen Kopf um. Er fuhr zuſammen vor Ueberraſchung und wäre beinahe von ſeinem Stuhl hinausgeſtürzt, um denjenigen, welche den großen Gang hinaufkamen, entgegenzueilen, aber er wurde durch die folgenden Worte aufgehalten, welche der Propſt in demſelben Augenblick mit klarer und tiefer Stimme von der Kanzel ausſprach:

„Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geiſtes.“

Die Thüre des Stuhles, in welchem Valentin ſaß, wurde geöffnet. Graf Harthon trat ein.

Auf der entgegengeſetzten Seite der Kirche nahmen die Gräfin und Frigga Platz.

Der Graf drückte ſchweigend, aber herzlich die Hand Valentins; dann neigte er den Kopf, um ein ſchweigendes Gebet zu ſtammeln.

Valentin richtete jetzt die Augen auf den Grafen, und er ſpürte es, wie ſein Herz von einem peinlichen