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zu thun, was in meinen Kräften ſtand?— Es iſt ſchon mehr als zwei Monate her, daß ich und auch Dr. D— auf mein Verlangen an Levitain geſchrieben.
— Hat er keine Antwort gegeben?
— Ja, das hat er,— ſagte Valentin und wandte den Kopf weg.
— Aus dem Ton, womit Sie dies ſagen, kann ich ſchließen, daß die Antwort keinen Troſt enthält.
Valentin ſchwieg.
Sie gingen langſam weiter. Dicht hinter ihnen folgte Valentins Pferd.
Mehrere Minuten verliefen, bevor Frigga ſo viel Gewalt über ſich gewann, daß ſie eine weitere Frage ausſprechen konnte. Schließlich bemerkte ſie:
— Beſter Lieutenant Aurenius,— ſagen Sie mir ehrlich, welches Urtheil Levitain über Melcer gefüllt hat. Es kann unmöglich trauriger ſein, als es jetzt iſt.
— Sagen Sie das nicht, noch hoffen Sie; aber es könnte ſein, daß Levitains Antwort Ihnen ſelbſt den Troſt rauben würde; und dann wird das Gegen⸗ wärtige leichter, als das Vergangene. Hätten ſeine Worte etwas enthalten, was Sie zu tröſten vermöchte, ſo wurdi Sie auch die Erſte geweſen ſein, welche davon in Kennntniß geſezt worden wäre.
— Es gibt indeſſen zwei Urtheile, welche ein Arzt über meinen Bruder fällen kann; welches von ihnen enthielt ſein Brief?
— Das am wenigſten widerliche.
— Alſo den Tod.
Frigga hielt inne. Sie erhleichte, ſo daß Va⸗
lentin ganz erſchrocken ihre Hände ergiff 3 ſagte
Schwartz, Geburt u. Vildung. U.


