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— O mein Gott, iſt es denn immer mein Schick⸗ ſal, Ihnen die bitterſten Schmerzen zu bereiten.
— Nicht mir dieſelben zu bereiten, ſondern ſie mit mir zu theilen,— flüſterte Frigga.
Sie ſchloß raſch die Augen, als wenn der Schmerz ſie überwältigt hätte.
— Um des Himmels willen, was iſt es?
Valentins ſonſt ſo kalte und ruhige Stimme zitterte und ſein ganzes Ausſehen verrieth eine heftige Gemüthsbewegung.
Frigga blickte zu ihm auf. Sie hatte den Schmerz beſiegt und ſeufzte tief.
— Jetzt iſt es gut,— ſagte ſie.— Dank für alle Beweiſe wirklicher Freundſchaft, welche Sie mir gegeben.— Die Angſt hat in dieſer letzten Zeit der⸗ geſtalt an meinem Herzen genagt, daß ich nahe daran war, den Muth zu verlieren beim Gedanken an meine armen Eltern, welche in Melcer nicht allein den ein⸗ zigen Sohn, ſondern auch das Erlöſchen eines Namens beweinen werden, welchen ſie beide ſo hoch ſchätzen.
Ein leichtes Schaudern ſchüttelte Friggas Körper. Sie verſuchte einige Schritte zu gehen, aber ſie zitterte ſo heftig, daß die Beine ſie nicht tragen wollten.
— Geben Sie mir Ihren Arm!— bät ſie, in⸗ dem ſie ſich an Valentin wandte.
Es war das Erſtemal, daß Frigga ſich auf Va⸗ lentins Arm ſtützte. Der Schmerz hatte dieſe Ver⸗ traulichkeit hervorgerufen.
Als ſie in die Allee hineinbogen, brach Frigga das Schweigen, welches entſtanden war. 1
— Bevor Sie und ich uns wieder bei Melcers; Krankenlager begegnen, ſagen Sie mir, wie lange


