Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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an andere ausgezeichnete Aerzte wenden, und können ſie nichts ausrichten, ſo wird der iſraelitiſche Arzt auch nicht glücklicher ſein.

Der Graf hatte auch einen Arzt von Kopenha⸗ gen und ebenfalls von Stockholm verſchrieben; aber ſie vermochten ebenſo wenig wie früher gerufene.

So war der Winter verſtrichen und der Früh⸗ ling rückte heran, lächelnd und von Hoffnung für denjenigen, der etwas zu hoffen hatte, aber ein bit⸗ terer Contraſt zu dem Schmerz für denjenigen, deſſen Inneres davon zerriſſen wurde.

Alle Stunden, die Vaolentin übrig von Geſchäf⸗ ten hatte, brachte er bei dem Kranken zu. Aurenius war derjenige, welchen Melcer am liebſten an ſeiner Seite ſah, wenn er bei Beſinnung war, und der Einzige, der Macht über ihn bekommen konnte, wenn er Anfälle von Raſerei hatte.

Man war jetzt im Monat Mai.

Eines Abends kehrte Valentin von einem Beſuch auf Vaarnäs zurück, den er zu machen genöthigt geweſen.

Er war den ganzen Weg ſchnell geritten, bis er in Liungbro Wald hineinkam, wo er das Pferd an⸗ hielt und Schritt gehen ließ.

Rings um ihn ſangen die Vögel ihre Abendchöre.

Der ſonſt ſo praktiſche und von aller krankhaften Schwärmerei freie Valentin ſchien ſich doch jetzt der Poeſie gegenwärtiger Stunde zu überlaſſen. Wäh⸗ rend einiger Minüten ließ er ſeinen Blick herumirren über die ſchöne Natur, die ihn umgab. Die Bruſt bewegte ſich durch einige heftige Athemzüge, und