Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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ſolchen Ausbrüchen ſo viel als möglich vorzubeu⸗ gen, mußte der Doctor zu Opiaten ſeine Zuflucht nehmen.

Während der erſten Wochen hatte die gräfliche

Familie auch nicht den Troſt und die Hülfe, welche Valentins Anweſenheit hätte gewähren können, ſon⸗ dern zu der Unruhe über den Sohn kam noch die übe Valentin. Er war nämlich in Folge der Ver⸗ letzung, welche Melcer ſeinem Arm beigebracht, als ſie auf Vaarnäs waren, erkrankt und die Wunde u war durch den letzten Kampf wieder aufgegangen. Der ganze Arm war jetzt ſtark entzündet, und

das daraus entſtandene Fieber hielt Valentin für einige Wochen ans Bett gefeſſelt.

In jedem lichten Augenblick, den Melcer hatte,

fragte er nach Valentin und wünſchte mit ihm zu ſprechen. Sobald unſer Lieutenant ſein Zimmer verlaſſen konnte, nahm er auch ſeinen Platz am Krankenbette Melcers ein, um ſeiner zu warten und ihn zu pflegen.

Valentin drang eifrig darauf, daß der Graf an Doctor Levitain in Stockholm ſchreiben ſollte, um ihn wegen Melcer zu conſultiren.

Levitain hatte ſich vorzugsweiſe den pſychiſchen Krankheiten gewidmet und war allgemein als beſon⸗ ders geſchickt in der Behandlung derſelben bekannt.

Auf alle Mahnungen, die Valentin in dieſer Sache that, antwortete der Graf:

— Es wird nie geſchehen, daß ich das Leben und den Verſtand meines Sohnes den Händen ei⸗ nes Juden anvertraue. Ich werde und muß mich