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Frigga ſchlich mit leichten und raſchen Tritten hinunter in die Thurmkammer.
Mit vieler Mühe gelang es Valentin, Melcer herunterzubekommen. Die Schritte des jungen Grafen waren wackelnd und die Treppe baufällig.
Als Valentin endlich Melcer ſo weit gebracht hatte, daß dieſer ſich in einem der altmodiſchen Stühle 11 niederließ, welche ſich in Friggas Heiligthum be⸗ l fanden, bat Valentin ſie, den Doctor heraufzuſchaffen, aber es womöglich ſo einzurichten, daß Niemand er⸗ führe was ſich zugetragen.
Melcer ſah gänzlich bewußtlos aus.
Frigga eilte zur Thüre, hielt aber dort an. Man ſah Spuren von Blut an dem Griff und auf dem Boden.
Sie wandte ſich raſch um, und ſah dann, daß Valentins ganze rechte Hand mit Blut bedeckt ſei.
— Sie bluten!— rief Frigga und ſah Valen⸗ ten an.
Der Ausdruck in dieſem Blick verdiente in der That mit Blut erkauft zu werden; aber wäre auch dann nicht hinreichend bezahlt, ſo viel lag in dem⸗ ſelben.
In der nächſten Minute war Frigga verſchwun⸗ den und Valentin ſtützte ſeine bleiche Stirne auf die Lehne des Stuhles, auf welchem ihr Bruder ſaß.
Eine Stunde darauf ſah man Melcer auf Va⸗ lentins Arm gelehnt ſich von dem öſtlichen Thurm nach den Zimmern des Lieutenants begeben.
Beim Frühſtück erſchien weder der junge Graf noch Aurenius. Der letztere hatte dem Grafen ſagen laſſen, daß †
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