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keine Rückſicht auf ſie ſelbſt konnte ſie vermögen, den
Bruder zu verlaſſen.
— Ach, Du gehſt mit?— ſagte Melcer und ergriff Friggas Hand als ſie an ſeiner Seite ſtand.
— Ja, es iſt lange her, daß ich da war, und da Du hinaufgehſt, ſo folge ich Dir, um die herr⸗ liche Ausſicht zu genießen.
— So— o!— war Alles was Melcer antwortete.
Endlich war man oben. Die oberſte Spitze des
Thurmes beſtand in einer mit Steinbatterien ver⸗ ſehenen Plattform, welche jetzt mit Schnee bedeckt war.
Melcer trat, ohne darauf Acht zu geben bis an die Bruſtwehr vor und führte Frigga mit ſich.
Das Bild, welches jetzt vor ihren Blicken ausge⸗ breitet lag, hatte in der That etwas im höchſten Grade Feſſelndes und mancher Maler würde nichts mehr gewünſcht haben, als dasſelbe auf die Lein⸗ wand übertragen zu können.
So ſonderbar und ungeordnet auch Melcers Ge⸗ dankengang geweſen, ſo ſchien ihn doch die Ausſicht wieder zur Beſinnung zu bringen.
Ueber den Häuptern der beiden Geſchwiſter wölbte ſich der tiefblaue Himmel und die Sonne ſtreute über die ſchneebedeckten Felder eine Unendlichkeit von flimmerndem Glanz. Gegen die von Schneediaman⸗ ten funkelnden Ufer rollten die Wogen des Meeres,
welche der Winter nicht ſtark genug geweſen war in
ſeine Eisketten zu ſchlagen. Rechts lag die Kirche, eine Stätte des Friedens, und links die Sägmühle am Fuße eines Waſſerfalls.
Ringsum, wo das Auge hinblickte, begegnete es


