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endlich ſoll mein Wunſch erfüllt werden. Es kommt mir vor, als wenn ich dort meinen verlorenen Frie⸗ den wieder gewinnen ſollte. Komm, beeile Dich, Frigga!
Er ergriff raſch den Arm der Schweſter. Es lag etwas in ſeinem Blick, was Frigga beunruhigte. Sie fing an es zu bereuen, daß ſie ſich hatte über⸗ reden laſſen, in die Thurmkammer hinaufzugehen; aber Frigga war nicht diejenige, welche der Furcht Eintritt in die Seele geſtattete, und darum folgte ſie Melcer.
Als ſie an der Thurmkammer Friggas, wie einer von den Thurmräumen genannt wurde, wo Frigga ein kleines Muſeum von Antiquitäten und Curioſa hatte, angekommen waren, wollte ſie, daß ſie dort hineintreten ſollten; aber Melcer ſagte:
— Nein höͤher, höher hinauf muß ich!
Die Schweſter ſuchte ihn zu überreden, zu blei⸗ ben, wo ſie jetzt waren; aber vergeblich. Er ließ ſie los und ſagte mit ſeiner gewöhnlichen Stimme:
— Bleibe hier, wenn Du mir nicht folgen willſt.
Jezt ſtieg er ihr voran die etwas baufälligen Treppen hinauf, welche zu den oberen Regionen des Thurmes führten.
— Ich muß ihm folgen,— dachte Frigga ent⸗ ſchloſſen.— Was will er da oben?
Sie drückte die Hand feſt gegen ihre Bruſt und mit leichten Tritten, aber Angſt im Herzen, folgte ſie dem Bruder.
Es war Frigga klar, daß Melcer in dieſem Augenblick nicht vollſtändig bei Sinnen war und


