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Der Mann hielt ſie nicht für würdig, ſeinen Sohn zu erziehen.
Unglücklich war ſie auch als Weib, denn ſie be⸗ ſaß nicht Achtung vor ſich ſelber: ſie war daneben unglücklich in Allem, was ſie unternahm. Ja, ſelbſt der Fall der Fürſtin, an welche ſie ihr Intereſſe ge⸗ knüpſt, wurde für die Marquiſin unglücklich. Sie ſtarb in Folge deſſen, von einigen dem Pöbel ange⸗ hörigen Banditen niedergeſtochen und athmete ihren letzten Seufzer in einem Thorweg aus, von all den Ihrigen getrennt.
Madame, die Vorſehung hat ſie auf eine ernſte Weiſe ihren Fehltritt entgelten laſſen. Nicht genug damit, ſondern Alles, was ſie hatte thun wollen, um dieſelbe zu verſöhnen, blieb ohne Nutzen für das Kind, deſſen Schickſal ihr am meiſten am Herzen lag.
Ihr Vater hat Sophie d'Eſcare nicht wiederfin⸗ den können und welches Loos der Tochter der Mar⸗ quiſin zu Theil geworden, iſt ſomit unbekannt ge⸗ blieben.
Valentin ſtand auf und fügte hinzu:
— Nun, Madame, bin ich fertig.— Die Moral von der Geſchichte Ihrer Großmutter ergiebt ſich von ſelbſt.— Ich will nur noch hinzufügen:
Das Gerücht, dieſes unſichtbare, aber furchtbare Etwas, flüſtert ſchon davon, daß Sie nach Liungbro gekommen ſind, um ein altes Verhältniß aufzufriſchen. — Ach, es gehört ſo wenig dazu, einen Schatten auf das reinſte Weib zu werfen, und darum müſſen Sie oder ich Liungbro verlaſien.— Meine Ehre und mein Gewiſſen verbieten mir es, zu bleiben, und


