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Mirabeau unterrichtet und ihm ſelbſt ein Billet zu⸗ geſandt worden, welches der Diener aufgeſchnappt hatte und das von der Marquiſin an Mirabeau ge⸗ richtet war.
Nur die Achtung vor Cäſarine's Eltern vermochte den gereizten und beleidigten Gatten, nicht öffentlich Scandal zu machen.
Nach den größten häuslichen Stürmen war der Marquis genöthigt, ſeine Frau wieder zu verlaſſen; aber weil er ihr nicht mehr traute, ſo wurde es zur Bedingung ſeiner Vergebung gemacht, daß ſie wäh⸗ rend ſeiner Abweſenheit ſich in einem Kloſter auf⸗ halten ſolle.
Er ſelbſt brachte ſie in eins, in welchem ſeine Tante Aebtiſſin war. Nachdem er ſeine unglückliche Frau der Obhut der ſtrengen Frau übergeben, reiste der Marquis aufs Neue ab.
Ins Kloſter wurde Cäſarine von einer Dame beglei⸗ tet, welche ihre Lehrerin geweſen, und aus einer unbe⸗ deutenden adeligen Familie Namens dEſcare abſtammte.
Einige Monate nach Cäſarinens Ankunft im Klo⸗ ſter verließ Mademoiſelle d'Eſcare daſſelbe und führte einen Säugling weiblichen Geſchlechts mit ſich.
Kurz darauf erhielt Mirabeau einen Brief folgen⸗ den Inhalts:
„Ceſarine's Tochter iſt Madame Matthieu, wohn⸗ haft*— anvertraut. Laſſen Sie ſie gut erziehen. Sie heißt Sophie d'Eſcare.“
Ich will Ihnen die Schilderung aller der Leiden erſparen, welche Cäſarine währendrihres dreizährigen Aufenthalts im Kloſter von des Marquis Tante er⸗ dulden mußte.
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