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Es lag etwas ſchmerzlich rührendes in dieſer Be⸗ wegung.
Während eines Augenblicks Schweigen betrachtete Valentin ſie mit einem Blick, ſo voll von Theilnahme, daß derſelbe ſie getröſtet haben würde, wenn ſie ihn geſehen.
Nach einer Weile hob er wieder an:
— Laſſen Sie mich das Bild vom Vater und Kind fortſetzen. Dem Erſteren iſt es gelungen, das Kind vom Rande des Abgrundes zu entfernen; aber er iſt nicht immer an deſſen Seite, es muß ihm deß⸗ halb eine Warnung für die Zukunft ſein, daß es ſich nicht dem jähen Abhang nähere, wenn die Augen des Vaters ihm nicht folgen können.
— Valentin, Sie gehen zu weit!— ſtammelte
Lilie. — Nein, Lilie,— eines Tages werden Sie mir danken,— ſagte Valentin mit Wärme.— Was ich
jetzt hinzuzufügen gedenke, iſt die Mittheilung von Etwas, was ſich in Ihrer eigenen Familie zugetra⸗ gen. Beſſer als Rathſchläge und Warnungen muß dieſes gegen die Nachgiebigkeit der Leidenſchaft gegen⸗ über reden.— Sie ſind jung von Jahren und noch jün⸗ ger an der Seele.— Sie ſind ſchön und gehören zu den Schoßkindern des Ranges. Die Verſuchung, der Macht des Gefühls zu gehorchen, wird deßhalb groß werden und Sie werden nicht immer Männer mit meinen Grundſätzen treffen. Ich wäre nicht Ihr Freund, wenn ich jetzt, aus Furcht Sie zu verletzen, es unterlaſſen würde, Ihnen zu zeigen, wie gefährlich es iſt, mit dem Feuer des Herzens zu ſpielen. Ich werde Ihnen deßhalb eine Gpiſode aus dem Leben


