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des Grafen Urtheil über den Seelſorger der Gemeinde hatte
Die Folge hiervon war, daß Graf Harthon ſehr häuſig Aurenius zu ſich einlud und bisweilen ſelbſt. Beſuche im Propſthofe abſtattete, welcher ganz nahe bei Liungbro lag.
Während der erſten Jahre, wo der Propſt Pfarrer in Bro wax, hatte der Graf ſich an ſeinen Manie⸗ ren geſtoßen und ſie etwas zu geradeaus gefunden; dergleichen Kleinigkeiten wurden jedoch, wie geſagt, bei genauerer Bekanntſchaft vergeſſen.
Dies hatte auch das Gute mit ſich gehabt, daß, als Baron G. ſtarb, Graf Harthon dem Sohn des Propſten den Platz anbot, welchen der Baron als Oberinſpector über Liungbro, Vaarnäs und Stenby, das heißt, als Verwalter über alle Harthon ſche Be⸗ ſitzungen, bekleidet hatte.
Die Stelle war zu vortheilhaft, als daß Lieu⸗ tenant Aurenius ſie nicht hätte annehmen ſollen, und ſo wurde er ein Mitglied der gräflichen Familie.
Mit Ausnahme derjenigen Wochen, in welchen er im Sommer Verſammlungen beiwohnen mußte, oder Reiſen nach Vaarnäs und Stenby machte, brachte er ſeine Tage auf Liungbro mit der gräflichen Familie zu.
Valentin hatte ungefähr ein Jahr ſeine Stelle
bekleidet, als unſere Erzählung anfing.
Dieſes Jahr mußte für Valentin voll Gefahren
geweſen ſein; denn ganz wunderlich hätte das Herz des jungen Lieutenant geſtaltet ſein müſſen, um Wohlgefallen an der täglichen Berührung mit einem 1
in jeder Beziehung ſo einnehmenden Mädchen,


