Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Können Sie mir nicht ſagen, was die dar⸗ ſtellt, fragte er.

Nein, in dieſem Augenblick fällt es mir ſchwer meine Aufmerkſamkeit darauf zu richten, oder irgend eine Bemerkung über einen ſo unbedeutenden Ge⸗ genſtand zu machen, antwortete Frigga.

Und doch, Fräulein Frigga, befinden Sie ſich innerhalb und ich mich außerhalb dieſes Thores, welches zwiſchen uns eine unüberſteigliche Scheide⸗ wand bildet. Wir können durch das Gitter ſpre⸗ chen, ja auch ſogar unſere Hände gegenſeitig faſſen und drücken; aber wir können nie unſere Gefühle aus⸗ tauſchen. Das Gitterthor hier iſt ein Bild des Standesunterſchieds, welcher mit ſeiner Allmacht die Welt beherrſcht. Er gibt mir einen Schlüſſel, welcher dieſen Riegel öffnen kann, und dieſer Schlüſ⸗ ſel heißt Gold. Dieſem Talisman öffnet ſich das Thor ſchleunigſt. Sie ſagten, daß die Steine des Schloſſes von den Bergen geholt ſeien. Ich ant⸗ worte Ihnen: das Giſen zu dieſem Gitterthor iſt von dem innerſten Schooße der Erde geholt, und ſo iſt es auch mit unſeren Vorurtheilen. Sie entſprin⸗ gen unſeren Herzen und können nur mit der Zeit daraus geriſſen werden, wie das Eiſen, welches der Roſt verzehrt. Jezt iſt mein Bild fertig; ich will nur hinzufügen, daß dieſe und viele andere Betrach⸗ tungen mich beſchäftigten, als der Anblick der Schön⸗ heit des Schloſſes meine Seele feſthielt, und ich grade draußen vor dem Gitterthore ſtehen blieb.

Aber, Sie befinden ſich jezt innerhalb der⸗ ſelben, ſagte Frigga haſtig.

Gewiß. Ich bin Ihnen gefolgt; aber ich