Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Alle dieſe Wälder, dieſe Berge und Haine ſind ein Bild des Volkes. Sie ſind ſtark, ſtolz und frei wie dieſes.

Frigga ſtand auf, ſtreckte die Hand gegen die Sonne, welche ſich im Weſten neigte, und fügte mit Wärme hinzu:

Und ſiehe dort das Bild von Gottes Güte, welcher ſein Licht verbreitet über die grüngekleideten Bäume, das graue Schloß und die prachtvollen Woh⸗ nungen. Wie die Strahlen der Sonne dieſes ganze Bild umfaſſen, ſo umfaßt die Liebe Gottes uns Alle, und wie die Wogen des Meeres friſche Winde über die Wälder, Berg, Schloß und Feld mit ſich führen, ſo wird auch die Aufklärung ſich geltend machen, ſowohl innerhalb der grauen Steinmauer wie unter der grünen Wölbung des Waldes. Der

Stein, aus welchem das Schloß erbaut iſt, hat man

vom Berge genommen. Der Euch ſagen: Alles iſt vom Volke ausgegangen und wird zum Volke wieder zurückkehren.

Frigga ſchwieg. Die Wangen hatten ein leben⸗ digeres Roth angenommen. Den ſchön geformten Kopf trug ſie in dieſem Augenblick höher als ge⸗ wöhnlich.

Auch Valentin hatte ſich erhoben und ſtand an ihrer Seite. Als ſie aufgehört hatte zu ſprechen, ſagte er:

Sie haben mein Bild vervollſtändigt, ich habe nichts mehr hinzuzufügen, als daß Sie das Gitter⸗ thor, das hinter mir iſt, vergeſſen haben.

Frigga ſah ihn an. Es ſchien, als wenn das junge Mädchen jezt die Meinung Valentins ahnte.