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und im Kabinet verſchwand, bevor der bethörte Ehemann Zeit bekommen hatte, auch nur einen Kuß auf ihre Lippen zu drücken.
Weihnachtsabend kam heran. Gleich Nachmit⸗ tags ſagte Ihre Gnaden zu Albertine:
— Wie Du weißt, habe ich einige Verwandte auf heute Abend eingeladen.— Sie kommen zum Kaffee und ich wünſche Dich hübſch angezogen zu ſehen.
Albertine näherte ſich der Thüre, um zu gehen, aber ſie blieb ſtehen und wandte ſich an die Mutter mit den Worten:
— Kommt Albert hieher?
Die Profeſſorin kniff die Lippen zuſammmen und ſah die Tochter ſcharf an.
— Vielleicht erwarteſt Du, daß ich den trotzigen Sohn einladen ſoll, Weihnachten bei mir zu feiern. Nein!— mag er erſt kommen und ſeine Fehltritte abbitten.
— Aber, Mama!
— Ich will nichts hören, gehe und ziehe Dich an.
— Erlaube mir blos ein Wort zu ſagen.
Albertine trat mit einer edlen Haltung und einem Ausdruck tiefen Gefühls in ihrem Blick vor die Mutter hin:
— Ich habe mir ſelbſt oder richtiger einer Per⸗ ſon, die ich höher ſtelle, als mich ſelhſt, das Ver⸗ ſprechen gemacht, mir nie eine Unwahrheit oder eine ränkevolle Handlung zu Schulden kommen zu laſſen;


