Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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würde, dieſen Willen auf das zu beſchränken, was nur mich allein betrifft.

— Ach! es iſt zu einfältig, wie Du ſprichſt. Glaubſt Du denn, daß irgend Jemand das Recht hat, einem andern Menſchen ſeinen Willen aufzu⸗ zwingen?

Keineswegs, durchaus nicht. Der Fehler bei Dir iſt, daß Du Andere regieren willſt und, dieſes hat zur Folge, daß Andere Dich regieren. Sei ſo gut und läute, ich will ausfahren.

— Weißt Du, Minna, daß es mir bisweilen vorkommt, es gleiche meine Ehe einer Hölle.

— Wenn dem ſo iſt, ſo kommt es daher, daß Du nicht füy das Himmelreich paſſeſt. Haſt Du ge⸗ läutet?

— Dämon— murmelte der Graf.

Minna trat auf ihn zu, legte ihren Arm auf den ſeinigen und blickte ihn an mit einem reizenden Lächeln.

— Sehe ich aus, wie ein Dämon?

Der Graf faßte ſie um den Leib und ſagte flehend;

— Minna, thue ein einziges Mal meinen Wil⸗ len und begleite mich zur Gräfin H

— Erik, begleite mich zu Albertine.

Minna's dunkle Augen ſahen ſo gefährlich aus, daß ſie wie dazu geſchaffen ſchienen, ein mäunliches Herz zu beſiegen; auch drückte der Graf ſie heftig an das ſeinige und flüſterte:

— Ich begleite Dich.

Aber kaum waren dieſe Worte ausgeſprochen, als Minna ſich losriß, ihm eine Kußhand zuwarf,