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darum wünſchte ich, Mutter zu ſagen, daß ich einen Teppich geſtickt habe, welchen ich meinem Bräutigam zu Weihnachten zu ſchenken beabſichtigte.
— Deinem Bräutigam?— Ich wußte nicht, daß meine Tochter verlobt ſei. Ich habe Deine Hand an Niemand vergeben.
— Aber ich habe es gethan, und mein Vater hat meine Wahl beſtätigt. Ich betrachte mich deß⸗ halb als Richard Bergſtröm's Braut.
Mama, ich habe geſchwiegen, ſeit mein Vater ſtarb, ich habe mich paſſiv verhalten,— äußerlich, weil ich erwartete, daß meine Mutter ſich erinnern würde, was ſie dem Verſtorbenen, ihrer Tochter und ihrem Arzte ſchuldig iſt;— aber jetzt, wo Wochen und Monate verfloſſen ſind, ohne daß ein Wort oder eine Handlung andeutete, daß Mama den Willen meines Vaters zu erfüllen gedenke, jetzt meine ich, ſei es Zeit zu reden.
— Vermuthlich um Deiner Mutter Geſetze vor⸗ zuſchreiben; aber Du täuſcheſt Dich— ſie gibt ſich ſelbſt ſolche.
— Nicht dieſen Ton, Mutter! Albertine trat einen Schritt näher.
— Betrachte mich und ſage: Was aus Ihrer blühenden Tochter geworden? Ein bleicher Schatten, welcher mit müden und troſtloſen Blicken, ohne Hoff⸗ nung auf Glück, ohne Glaube an die Zukunft ihr Leben dahinſchleppt.
Was ſoll ich wohl hoffen, die ich zwiſchen mir und dem, den ich liebe, den Hochmuth meiner Mut⸗ ter ſehe! Welche Zukunft habe ich wohl, die ich


