Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Handel treiben, um das zu erreichen. Ich habe Achtung vor Ihren Rechten als Mutter bewahrt, ich habe ſie hochgeſchätzt, ſo daß ich mir mein Glück

nicht auf Koſten derſelben habe erzwingen wollen

und jetzt, meine Gnädige, hoffe ich, daß Sie Ihrer⸗ ſeits dieſelbe Achtung vor den meinigen als Sohn zeigen werden.

— Wenn ich aber der Meinung bin, daß ich nach einer ſolchen Erklärung Ihnen nicht die Hand

meiner Tochter ſchenken kann?

— Dann entferne ich mich und— warte. Der Doctor ſtand auf, als wenn er die That

die Worte begleiten laſſen wollte.

— Und laſſen mich ewig in Ihrer Schuld

. bleiben?

— Das wird Ihr Fehler und nicht der meinige werden, meine Gnädige.

— Sie geben mir keine Wahl.

Ihre Gnaden ſtand ebenfalls auf und reichte dem Doctor die Hand mit einem verbindlichen Lächeln.

— Sie haben mich beſiegt, und ich bin zu ſtolz, um nicht anzuerkennen, daß Sie es mit edlen Waffen gethan. Ich ſchenke Ihnen die Hand meiner Tochter und meinen Segen als einen geringen Be⸗ weis der Achtung, die Sie mir einflößen.

Der Doctor ergriff die Hand der Profeſſorin

und führte ſie mit den Worten an ſeine Lippen:

— Ich war deſſen verſichert, daß eine ſo ſtolze

Seele auch großmüthig ſein würde.

— Nur an einer Bedingung halte ich feſt,—

ſagte Ihre Gnaden,— daß meine Tochter vor