Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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— Vollkommen. Ich fühle, daß ich eine große Schuld an ihn abzutragen habe.

— Eine Schuld, welche nicht ſo leicht bezahlt werden kann, da Einem kaum ein größeres Unglück zuſtoßen kann, als blind zu ſein.

— Das iſt wahr.

— Heute ſoll ich die Binde abnehmen.

— Sie? Warum nicht er?

— Ich weiß es nicht; er hat mir den Auftrag gegeben, es zu thun.

— Aber ich— ich wünſche, daß Doktor Berg⸗ ſtröm es ſelbſt thue,— ſagte Ihre Gnaden mit feſter Stimme.

— Ah! Eure Gnaden haben unſer Geheimniß herausgefunden..

— Ja.

— Aber erinnern Sie ſich, daß ſtarke Gemüths⸗ bewegungen gefährlich ſind.

— Herr Leibarzt, ich wünſche, daß Doktor Berg ſtröm ſelbſt die Binde abnehme; das Uebrige über⸗ laſſen Sie mir.

Der Leibarzt klingelte und bat Martha, den Doktor zu erſuchen, heraufzukommen.

Einige Augenblicke darauf trat Richard ein.

— Ihre Gnaden will, daß Du ſelbſt die Bind⸗ abnimmſt.

Ohne ein Wort zu ſagen, ging Richard nach ve Fenſter, zog die inneren Vorhänge zuſammen und

nahm die Binde ab.

Ihre Gnaden führte die Hand nach den Augen als wenn ſie von den ſchwachen, unbedeutenden Lichtſtrahlen, welche ins Zimmer drangen, geblende