Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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wie Unrecht es iſt, ſo ganz und gar zu vergeſſen, daß man Vater iſt, weil das Kind das Unglück hat, dem weiblichen Geſchlecht anzugehören.

Auch die Vernunft ſagt mir, daß man einem Weibe nie unumſchränkte Macht einräumen darf, denn dann geſchieht, was hier geſchehen iſt, es miß⸗ braucht dieſelbe, und wird eine grauſame und tyran⸗ niſche Deſpotin. Jaha, meine Süße, ſo iſt es.

— Kann ich erfahren, wer jener friedliebende Menſch iſt, welcher dadurch, daß er Deine Gedanken auf dergleichen Sachen brachte, Dich dazu verleitete die albernſte Handlung von der Welt zu begehen, nämlich die Verlobung bei dem Aufgebot aufzugeben, wo Jedermann doch weiß, daß die Verbindung ſo nahe bevorſtand? Höre Du, ich will den Namen jenes Elenden wiſſen, der einen Narr, wie Du es biſt, in Harniſch gegen ſeine Frau bringt.

Der Profeſſor richtete ſich empor und heftete einen klaren und feſten Blick auf ſeine zärtliche Chehälfte.

— Weib, ich habe Dein Regiment ſatt, ſtimme deßhalb den Ton herunter! Pu biſt eine ſchlechte und harte Mutter, die Du Dein Kind gegen ſeinen Willen zu einer Heirath zwingen willſt, und das hat meinen Aerger, meinen Zorn erregt, weil ich

alle Bedrückung verabſcheue.

Der Menſch wird frei geboren, und Niemand

hat ein Recht, den Andern zu unterdrücken. Das

haſt Du thun wollen, und darum ſage ich Dir jetzt:

Weib, Deine Regierung über Dein Kind iſt zu

Ende, das Mädchen ſteht unter meinem Schutz und Schwartz, Zwei Familienmütter. I. 3