Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Damit verließ der Profeſſor das Zimmer und Profeſſorin blieb unbeweglich ſtehen.

Die Stimme des Grafen weckte ſie.

— Gnädige Frau, Sie hätten mich von der Denkweiſe des Profeſſors untetrichten und nicht in Hoffnungen einwiegen ſollen, die nie regliſirt werden konnen. Sie hätten dann mir den Schimpf und Ihnen die Demüthigung erſpart, gezwungen zu werden, zu ſagen, daß Graf Stormhjelm die Ver⸗ lobung mit Ihrer Tochter aufgehoben.

Damit eilte der Graf aus dem Zimmer, und einen Augenblick darauf rollte ſein Wagen von dannen.

Wären die Räder vom Wagen des Grafen über das Herz der Profeſſorin gegangen, ſie hätten keinen größeren Schmerz hervorbringen können, als der, welcher jetzt in ihrem Innern entſtand.

In einem einzigen Augenblick waren ihre ſchön⸗ ſten Hoffnungen zerriſſen, vernichtet und ſie beſchimpft worden.

Mitten in all dieſer Demüthigung ſpukten die Gedanken an den Sohn und die Jüdin.

Sie hätte dieſe undankbaren Kinder zermalmen mögen, welche alle die Hoffnungen auf eine glänzende Stellung in der Geſellſchaft, welche ſie gehegt, zum Beſten gehabt hatten; welche ſie zum Gegenſtand des Geredes, vielleicht ſogar des Spottes machten.

Sie fühlte, daß ſie Albertine die Demüthigung und den Spott, welchen ſie mit ihren Wünſchen ge⸗ trieben, nie würde verzeihen können.

Sie empfand eine grenzenloſe Erbitterung gegen die Tochter. Ihre erſte Bewegung war, ſich der