Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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— Und der Grund dieſer Weigerung? Der Herr Profeſſor möchten mich darüber aufklären.

— Ganz richtig. Jaha, ich habe zwei Gründe; pro primo will meine Tochter Sie nicht haben, und Pro secundo will ich nicht haben, daß ſie ſich mit Ihnen verheirathen ſoll. Ich habe ihre Hand einem Andern verſprochen.

Der Profeſſor verbeugte ſich vor dem Grafen und wollte das Zimmer verlaſſen.

Dieß ging weiter, als die Profeſſorin es zu ertragen vermochte. Sie ſtürzte hervor, ergriff den Arm ihres Mannes und rief vor Zorn zitternd;

— Haſt Du nicht gehört, daß ich,— ich meine Einwilligung zu dieſer Verbindung gegeben; daß ich mein Verſprechen gegeben, daß der Graf meine Tochter erhalten würde, und daß ich will, daß dieſe Heirath ſtattfinde.

— Jaha, meine Süße, das iſt ſehr möglich; ich glaube dies, aber da es Deine Tochter iſt, und nicht Du, die heirathen ſoll, ſo kann nichts daraus werden. Herr Graf,— fügte der Profeſſor mit mildem Ernſte hinzu— machen Sie es meiner Frau klar, daß Sie meine Tochter nicht gegen meinen und ihren eigenen Willen heirathen können,

und daß Sie als ehrlicher Mann es nicht wollen. — Aber ich, ich habe wohl auch eine Stimme, wenn es meinem Kinde gilt.

— Sehr wahr, ſehr wahr, meine Süße, aber vor dem Geſetz hat ſie keine Bedeutung. Jetzt, leben Sie wohl, Herr Graf; unter keiner Bedingung gebe ich meine Einwilligung zu dieſer Verbindung hörſt Du, meine Süße, unter keiner Bedingung.